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Der Krieg gegen die Juden

 
 

 

 

 

 

Der Krieg gegen die Juden

Seitdem 13 radikale Palästinensergruppen während einer Demonstration Ende März in Gaza erklärten, dass ab sofort jeder Jude in der Welt um sein Leben fürchten müsse und ein führendes Hamas-Mitglied nachdoppelte, dass der Krieg gegen die Juden ab sofort weltweit ausgeweitet werde, überrollt eine Welle widerwärtiger Gewalt und Anschläge auf jüdische Einrichtungen und Personen Teile Europas. Besonders unser Nachbarland Frankreich, aber auch Belgien spüren die Auswirkungen von Hass und Antisemitismus.

Es besteht kein Zweifel, dass diese Gewalt im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten gesehen werden muss. Ich frage mich, wie es möglich ist, dass bereits eine Generation nach dem Ende des Holocaust wiederum Juden auf offener Strasse geschlagen oder angegriffen werden? Warum es im Frankreich des Jahres 2002 wieder geschehen kann, dass Synagogen und jüdische Schulen attackiert und mit Feuerbomben angezündet werden? Dass in einem Hotel in der Provence die Hotelbesitzerin einem israelischen Ehepaar den Aufenthalt verweigerte wegen ihres ethnischen Ursprungs? Wie ist es möglich, dass sogar in einem Land wie der Schweiz, welches sich seiner Minderheiten und deren konfessionellen Friedens rühmt, auf einer so genannten Friedensdemonstration in Bern israelische Flaggen verbrannt und jüdische Symbole mit Hakenkreuzen beschmiert worden sind (Anmerkung: Das Verbrennen der israelischen Fahne im Zusammenhang mit einer Demonstration für einen unabhängigen palästinensischen Staat ist ein Symbol der Vernichtung)? Haben die europäischen Staaten mit ihrer einseitigen Haltung und der undifferenzierten Medien-Berichterstattung in Bezug auf den Konflikt im Nahen Osten solch verabscheuungswürdige Taten nicht geradezu provoziert und so mitgeholfen, sie in unsere Länder zu importieren?

Wie lange noch wird zum wiederholten Male nur auf Israel und seine überlebenswichtigen Massnahmen gegen den Terror Druck ausgeübt und nicht gleichzeitig auch auf die arabischen Nachbarstaaten, welche fast ausnahmslos den bewaffneten Kampf der palästinensischen Terrorgruppen sowie der Hisbollah mit Waffen und der bewussten Förderung von Selbstmordattentätern unterstützen? Es sind nicht die „besetzten Gebiete“, welche das Haupthindernis für einen umfassenden Frieden in Nahost bilden, sondern die Ideologie des Islam, die keinen jüdischen Staat in dieser Region duldet.

Wenn sich die Visionen und Bestrebungen westlicher Politiker für einen unabhängigen palästinensischen Staat durchsetzen werden, wird das Resultat dieser fragwürdigen Beschwichtigungspolitik gegenüber dem arabischen Terrorismus kein dauerhafter Friede in dieser Region sein. Warum? Sie werden Israel zu einem Land machen, welches nicht mehr länger verteidigt werden kann. Die Gefahr einer Invasion arabischer Armeen wird drastisch ansteigen. Bis heute haben die meisten arabischen Nationen den Wunsch der Vernichtung des jüdischen Staates nicht aufgegeben. Parallelen zu diesem Szenario gibt es genug in der Geschichte. Der Ausdruck "Land für Frieden" ist interessant in sich selber: Es ist eigentlich eine andere Art zu beschreiben, wie 1938 in einem Übereinkommen mit Nazi-Deutschland die Tschechoslowakei dazu gezwungen wurde, das Sudetenland an Deutschland abzugeben. Auch da erhoffte man sich, dass daraus Frieden entstehen würde. Aber es machte das Land nicht mehr verteidigungsfähig und öffnete es Monate später für die Invasion der deutschen Truppen. Das Resultat davon ist allen bekannt. Die europäischen Staaten, welche für diese Beschwichtigungspolitik gegenüber Hitler verantwortlich waren, begehen 60 Jahre danach genau den selben Fehler und werden dafür, dass sie Israel zu einem solchen Handeln zwingen, noch als Friedensstifter verehrt! Warum geschehen in der Geschichte immer wieder die gleichen Fehler?

Der Chef der palästinensischen Autonomiebehörde ist ein menschenverachtender Terrorist. Arafat hat niemals Respekt für das menschliche Leben gehabt. Man braucht sich gar nicht seine frühere und gegenwärtige Unterstützung des Terrors gegen jüdische und arabische Zivilpersonen anzuschauen, um das zu beweisen (an seinen Händen klebt seit bald 40 Jahren jüdisches, arabisches und christliches Blut!). Seht nur, wie er sein eigenes Volk behandelt hat! 35 Jahre lang hat er nichts getan, um ihr tägliches Leben zu verbessern, sondern hat es vorgezogen, sie im Elend von Flüchtlingslagern zu halten, um sie als ideologische Waffe gegen Israel zu gebrauchen. Bei diesem Kampf gegen Israel, den er auf dem Rücken seines Volkes austrägt, leisten ihm viele arabische Führer Gesellschaft. Anstatt zu fragen, warum die Palästinenser nach 54 Jahren nicht nach Israel zurückkehren dürfen, sollte die Welt lieber fragen, warum die Leiter der arabischen Nationen die Palästinenser zu den einzigen Flüchtlingen gemacht haben, die es nun schon in dritter Generation sind - weil sie sich geweigert haben, sie in ihren eigenen Ländern zu integrieren.

Als Hunderttausende von Juden nach Israels Unabhängigkeit aus den arabischen Ländern völlig mittellos vertrieben wurden, nutzte der junge jüdische Staat das Leiden dieser Flüchtlinge nicht für ideologische Zwecke aus, sondern mobilisierte alle seine begrenzten Hilfsmittel, um ihnen Hoffnung für eine bessere Zukunft zu geben.

In Oslo wurde Arafat die Gelegenheit gegeben, eine palästinensische Autonomiebehörde aufzubauen, die dazu dienen könnte, das Los der Palästinenser zu verbessern. Aber statt diese neu gewonnenen Mittel dazu zu benutzen, Frieden und Wachstum zu fördern, gebrauchte Arafat sie nur als abscheuliche Waffe gegen den jüdischen Staat.

Geld, welches zur Verfügung gestellt wurde, um den Lebensstandard der Palästinenser zu verbessern, wurde in Tat und Wahrheit dazu benutzt, ein weit verzweigtes Terror-Netzwerk zu unterstützen. Hunderte von Millionen US-Dollars, EU-Gelder und Schweizer Franken, die speziell für wirtschaftliche und soziale Entwicklung gegeben wurden, gebrauchte man stattdessen, um Waffen zu kaufen, mit denen man Israel angreifen konnte. Radioprogramme, die dazu dienen sollten, für Demokratie und Freiheit einzutreten, trieben Hetze gegen Israel und rechtfertigten Terror. Schulen, welche die nächste Generation der Palästinenser zu Frieden mit Israel erziehen sollten, haben ihren Schülern nur Hass auf die Juden und ihren Staat eingetrichtert (aktiv unterstützt durch die EU in Form von Schulbüchern, die voller Judenhass sind). Während er in Englisch von seiner Friedensvision schreibt, verkündet Arafat auf Arabisch eine ganz andere Botschaft. Er ruft sein Volk auf, Märtyrer zu werden, um Jerusalem zu befreien, und er predigt den palästinensischen Kindern durch seine Massenmedien, wie herrlich es sei, sich als lebende Bomben in die Luft zu sprengen, weil man nachher direkt ins Paradies eintreten könne.

Wenn Israel nicht die Möglichkeit bekommt, den abscheulichen Terrorismus gegen unschuldige Zivilisten erfolgreich zu bekämpfen, besteht die grosse Gefahr, dass sich die Idee, mit Selbstmordattentaten politische Forderungen durchzusetzen, weltweit verbreiten wird. Als die israelische Luftwaffe im Juni 1981 den irakischen Atomreaktor Osiraq zerstörte, erntete es dafür weltweite Kritik und Unverständnis. Der Irak benutzte den Reaktor für die Herstellung einer Atombombe, und die israelische Operation brachte dem irakischen Nuklearprogramm einen Rückschlag von einem Jahrzehnt oder mehr bei. Der israelische Angriff auf ein feindliches Ziel (der Irak befindet sich in einem erklärten Kriegszustand mit Israel) brachte vehemente Verurteilung durch die Weltpresse und eine weitere Verurteilung durch die Vereinten Nationen mit sich. Als direkte Auswirkung des Golfkrieges, während dem der Irak seine feindliche Haltung gegen Israel unter Beweis stellte, geben die Vereinten Nationen selbst heute noch Millionenbeträge aus, indem sie Einsatzteams zur Zerstörung aller chemischen und nuklearen Anlagen in den Irak aussenden!

Warum stellen wir uns hier in Europa nicht die Frage weshalb jüdische Einrichtungen rund um die Uhr bewacht werden müssen, umgekehrt die Moscheen wie Pilze aus dem Boden spriessen können, diese aber nicht zum Objekt hasserfüllter Angriffe werden? Wenn sich heute westliche Politiker für eine „judenreine Westbank“ einsetzen, sollten sie die Risiken eines geschwächten Israel für die Stabilität der westlichen Staaten berücksichtigen. Aus einem Pulverfass Nahost könnte schnell ein Pulverfass Europa werden. Oder haben wir die Ereignisse vom 11. September des letzten Jahres bereits wieder vergessen? ◊

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Dokumentiert von Erwin Jenni

15. April 2002

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Stand dieser Seite:  6. Juni 2005

   
 

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