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Die Doppelmoral der westlichen Staaten

 
 

 

 

 

 

 Die Doppelmoral der westlichen Staaten

Bis heute gelang es keinem arabischen Staat, mit der PLO und seinem Vorsitzenden Jassir Arafat einen Friedensvertrag auszuhandeln. Weder Ägypten, Jordanien noch der Libanon konnten mit der terroristischen Organisation der Palästinenser ein Friedensabkommen unterzeichnen. Aus allen drei dieser Staaten wurde die PLO mit Schimpf und Schande (z. T. mit Tausenden von Todesopfern) vertrieben, weil sie blutigsten Terror säte und nicht fähig war, die Sprache des Friedens zu sprechen.

Von Israel, der einzigen Demokratie in Nahost, wird verlangt, mit einer terroristischen und mörderischen Organisation Frieden zu schliessen, die es bis heute – seit dem Zeitpunkt, als Israel einen einseitigen Waffenstillstand ausgerufen hat – nicht geschafft hat, nur einen  einzigen Tag der Waffenruhe einzuhalten. Welcher westliche Staat würde unter solchen Voraussetzungen über Frieden verhandeln, wenn tagtäglich unschuldige Menschen auf offener Strasse aus vorbeifahrenden Autos niedergeschossen werden? Welcher Staat würde da nicht seine Einwohner als erstes vor solchen Terroristen schützen wollen?

Wenn die israelische Armee auf solche und noch schlimmere Übergriffe seitens der Palästinenser mit der gezielten Liquidierung von massgeblichen Terroristen reagiert, wird sie weltweit dafür verurteilt. Was Arafat mit der Freilassung von Hamas- und „Islamischer Jihad“-Aktivisten - an deren Händen jüdisches Blut klebt - verursacht hat, soll nun Israel auf „humane“ Art und Weise lösen. Wer von den verantwortlichen Politikern der westlichen Staaten hat sich jemals die Frage gestellt, was passiert wäre, wenn solche menschenverachtenden Terroristen ungestört ihre Arbeit verrichten könnten? Was würde geschehen, wenn Israel solche Mörder nicht liquidieren, sondern inhaftieren würde? Wären nicht Geiselnahme, Erpressung und neue blutige Anschläge die logische Folge einer solchen Politik? Wie viele Menschenleben konnten durch diese gezielten Aktionen der Israelis gerettet werden? Wird bald von den westlichen Regierungen die Forderung kommen, Israel müsse mit der mörderischen Hamas Organisation über Frieden verhandeln?

Heuchelei und Selbstgerechtigkeit

Die Kontroverse in Dänemark rund um die Ernennung des ehemaligen Geheimdienstchefs Carmi Gillon zum israelischen Botschafter ist ein Beweis für die Atmosphäre des Wahnsinns, der Verwirrung und der Heuchelei in einem Europa, das versucht, eine neue, rechtschaffene Welt zu kreieren. Wenn der jetzige Ministerpräsident Israels für 20 Jahre zurück liegende Ereignisse, für die er in Israel selbst schon einen Preis bezahlt hat, zur Rechenschaft gezogen werden kann, dann muss man sich fragen, warum Arafat Europas Liebling ist und nicht in Gewahrsam genommen bzw. vor Gericht gestellt wird. An seinen Händen klebt seit 36 Jahren Blut. Er ist verantwortlich für den Bürgerkrieg im Libanon mit Tausenden von Toten – darunter viele libanesische Christen – und er unterstützte die Invasion Kuwaits durch den Irak. Warum sollten nicht amerikanische Präsidenten, Staatssekretäre und Generalstabschefs für Massaker in Vietnam, Irak und Libyen vor Gericht gestellt werden? Warum schreien die Dänen - und mit ihnen die EU - nicht Zetermordio über die Art, wie China die Menschenrechte mit Füssen tritt? Sind diese ausnahmslos perfekt und repräsentieren saubere Staaten? Weiter muss sich der Westen die Fragen gefallen lassen, warum man Arafat und sein Unrechtsregime weiterhin mit Millionenbeträgen aus europäischen Staatskassen unterstützt, wo doch jeder einigermassen informierte Zeitungsleser weiss, dass dieses Geld kaum jemals benutzt wurde, um den Bedürftigen in Arafats „Land“ in irgend einer Weise zu helfen. Schlimmer noch, wenn bewiesen werden kann, dass diese hohen Summen im PR–Kampf gegen den „zionistischen Feind“ eingesetzt worden sind. Welche Doppelmoral spielt die EU aus im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten? Das ist die entscheidende Frage.

Die 50–jährige Geschichte der Aggression und des Terrors gegen Israel interessiert Europa schlicht nicht. Dort betrachtet man den jüdischen Staat offenbar als die letzte Besatzungsmacht in einer Welt ohne Besatzung. In Europas Augen herrscht Israel über andere Völker. Eine derart verzerrte Logik betrachtet den gegen Israel betriebenen Schrecken und Terror als legitim. Demgegenüber werden die Defensivakte der israelischen Streitkräfte als Unterdrückung von Völkern und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit angesehen. Selbst die Untersuchung von Angriffen, aber auch die Eliminierung von Terroristen und die Gegenschläge gegen die Quellen der Attacken werden Israel aus europäischer Sicht angekreidet.

Mit der Selbstgerechtigkeit und der Heuchelei in der Europäischen Gemeinschaft wird sich Israel  immer mehr auseinandersetzen müssen. Wieder einmal verweigern die europäischen Staaten, mit ihrer eigenen, bestimmt nicht ruhmreichen Vergangenheit, einem Volk die Hilfe, welches der Garant für Frieden und Sicherheit in einer Region ist, die von skrupellosen, machthungrigen islamischen Regimen immer wieder aufs neue terrorisiert und destabilisiert wird.

Der eigene Staat wurde abgelehnt

In Camp David und dann auch in Taba offerierte Israel den Palästinensern einen eigenen Staat und den Rückzug aus 95% der umstrittenen Gebiete. Konkret hätte das bedeutet: Die Errichtung eines palästinensischen Staates auf beinahe 100% der Westbank – ohne Siedlungen, ohne Juden. Obwohl Arafat dieses Friedensangebot zurückgewiesen hat, behauptet er jetzt, er kämpfe, um die Siedlungen loszuwerden. Worum kämpft er aber tatsächlich? Er kämpft, weil der „judenreine“ palästinensische Staat kaum sein einziges Ziel ist. Einen Frieden werde es nicht geben, betonte er, solange die Millionen im Ausland lebenden Palästinenser nicht nach Israel zurückgekehrt seien – und damit den Staat als jüdischen Staat ausgelöscht hätten.

Palästina zuerst, dann Israel. Jahrzehntelang hat der Westen Israel versichert, seine Sicherheit hänge von der Formel „Land für Frieden“ ab. Arafat scheint aber für „Land ohne Frieden“ zu kämpfen. Auch dieser Umstand scheint dem leichtgläubigen Westen entgangen zu sein.

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Dokumentiert von Erwin Jenni

 6. August 2001

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Stand dieser Seite:  27. August 2005

   

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