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Judenverfolgung/ Judenvernichtung / Die entwurzelte Kirche

 
 

 

 

 

 

 

Auszüge aus dem Dokument:

Die entwurzelte Kirche

Eine kurze Grundsatzstudie zu den Anfängen der Kirchengeschichte

Das Studieren der frühen christlichen Kirche ist entscheidend für unser Verständnis, wie und warum sich die Christen getrennt haben von ihren messianisch-jüdischen Brüdern – und sich letztendlich von den hebräischen Wurzeln vollständig abgeschnitten haben. Die folgende Betrachtung veranschaulicht die tiefe Spaltung, welche sich schnell entwickelt hat zwischen dem jüdischen Volk und der christlichen Kirche nach dem ersten und zweiten Jahrhundert, als auch die systematische Praxis der christlichen Kirche, sich von  biblischen Praktiken zu lösen und sie durch heidnische zu ersetzen. Die Ereignisse dieser turbulenten Zeit in der jüdisch-christlichen Geschichte kennzeichnen eine 1800-jährige Trennung, die Gott nie beabsichtigt hatte für seine Erretteten. Die nachfolgend aufgeführten Geschehnisse und Aussagen sind einfach zu bestätigen in der Kirchengeschichte und den Büchern und Schriften der frühen Kirchenväter.

Kurz nach dem Tod der jüdischen Apostel begann das Aussäen des Samens der Trennung in den Körper des Messias, was zur Folge hatte, dass sich nicht-jüdische Gläubige von den jüdischen Gläubigen abgesondert haben. Diese sich für die Kirche verheerend auswirkende Fehlentwicklung kann mit der einfachen Feststellung demonstriert werden, dass die frühen Kirchenväter – einige von ihnen waren Zeitgenossen der Apostel – anfingen, antisemitische Lehren und Praktiken einzuführen.

Vom frühen 2. Jahrhundert an begannen die christlichen Führer die hebräische Natur des neuen Testaments zu unterdrücken. Stattdessen lehrten sie antisemitische Doktrinen. Nachfolgend einige ausgewählte Aussagen und Beschlüsse, welche von den frühen Kirchenvätern verfasst worden sind.

Die folgenden drei Kanons stammen aus dem Konzil von Laodicea (364 n. Chr.).

  • Kanon 29. „Dass die Christen nicht judaisieren und am Sabbat nicht müssig  sein, sondern an diesem Tage arbeiten sollen; den Tag des Herrn aber [den Sonntag] sollen sie besonders ehren und wenn möglich an demselben als Christen nicht arbeiten. Werden sie aber als Judaisten erfunden [jemand der mit den Juden Gemeinschaft hat], so sollen sie vor Christus mit dem Kirchenbann belastet sein.     

  • Kanon 37. „Dass man keine Geschenke von Festen der Juden und Häretikern annehmen und auch die Feste nicht mit ihnen halten soll.

  • Kanon 38. „Es ist nicht rechtmässig, ungesäuertes Brot von den Juden anzunehmen noch teilzunehmen an ihrer Gottlosigkeit.

Im Dialog mit Trypho, dem fiktiven Gespräch mit einem Juden, betonte Justinus der Märtyrer, dass das, was vorher zu Israel gehörte, nun das Eigentum der Christen sei. Der Tanach war ein zentraler Teil dieser Übertragung. „Die Schriften sind nicht eure, sondern unsere,“ schreibt Justinus ausdrücklich an Trypho. Das heisst, die Kirche hat Israel ersetzt als ADONAI’s Kinder und Volk. Hier die direkte Aussage von Justinus:

„Das Gesetz, das am Horeb verkündigt wurde, ist jetzt alt und gehört ihnen, aber dieser Neue Bund ist allgemeingültig. Nun hat das Gesetz gegen das Gesetz das abgeschafft, was vorher war, und der Bund, der nachher kommt in der gleichen Methode, hat ein Ende gesetzt zum vorherigen. Und ein ewiges und letztendliches Gesetz - nämlich Christus – ist uns gegeben, und der Vertrag ist vertrauenswürdig, nach dem ist kein Gesetz, keine Vorschrift und keine Verordnung.“

Hieronymus (Autor der lateinischen Vulgata) und Augustin dachten, dass Gott das jüdische Volk ewig verworfen habe. Ignatius, der dritte Bischof von Antiochien, sagte, dass „der christliche Glaube nicht auf das Judentum schaue, sondern das Judentum auf das Christentum.“

Im Jahre 399 n. Chr. war es ein Verbrechen, zum Judentum überzutreten. Ambrosius, Bischof von Mailand, preist das Verbrennen der Synagoge als ein gottgefälliger Akt. Tertullian und Origenes nannten das jüdische Volk „Christusmörder“ und „Gottesmörder“. Augustin, ein römisch-katholischer Theologe, nannte das jüdische Volk „Söhne Satans“. Augustin wurde stark von Markion beeinflusst, einem Häretiker des 2. Jahrhunderts, welcher ADONAI – den Gott Israels – „einen bösen Gott“ schimpfte.

Christentum – die Religion von Rom

Diese Lehre blühte immer mehr auf und trieb tiefe Wurzeln in die Herzen und Gedanken der frühen nichtjüdischen Gläubigen. Bis zur Zeit Konstantins erlitten die Gläubigen viele blutige Verfolgungen. Wie auch immer, nachdem Konstantin den Krieg an der milvischen Brücke gewonnen hatte, gab er das „Toleranzedikt von Mailand“ im Jahre 313 n. Chr. heraus. Obwohl das Edikt das Christentum nicht zur offiziellen Staatsreligion machte, behauptete er, ein Christ zu sein, machte der Verfolgung der Gläubigen ein Ende und stellte das Christentum auf das gleiche Fundament wie die Gesetze der anderen Religionen des Staates. Darüber hinaus überschüttete er die Kirche mit Wohlwollen. Er bewilligte grosse Summen von Geldern, stellte prächtige Kirchen an verschiedenen Orten auf (Jerusalem, Bethlehem, Konstantinopel und anderswo) und begünstigte die Kirche mit vielen anderen Privilegien. Mit einem Kaiser an der Macht, welcher sich zum Christentum bekennt, war es nicht mehr länger eine Schande, ein Christ zu sein. Nun, als Christ hatte man sogar grosse materielle und politische Vorteile, die einem zu einer

Stand es in der Absicht ADONAI’s,  zwei getrennte Ströme von Gottes Volk zu haben – Judentum und Christentum? Hat Gott einen reinen biblischen Glauben gewünscht, oder die Schaffung von zwei verschiedenen religiösen Institutionen? Was war die Saat der Trennung, welche diese Kluft formte? Wann erfolgte die Trennung? Diese Untersuchung behandelt die zentrale Frage der verschiedenen Übereinkommen, die im Christentum gegründet wurden, in der Hoffnung, den Leser herauszufordern, das Verhältnis zu irgendwelchen Glaubenssystemen zu überdenken. Es wird damit der Wunsch verbunden, ihn nach einem tieferen Verständnis in der Anwendung des Glaubens zu ermutigen.

politischen, militärischen oder sozialen Beförderung verhelfen konnten. Als Ergebnis solcher Veränderungen stiessen viele Heiden zu der Kirche – und brachten logischerweise ihre heidnische Einflüsse mit hinein. Aufgrund des tiefen geistlichen Vakuums in der Leiterschaft der Kirche des weströmischen Reiches, waren die Kirchenobersten mehr als zufrieden mit dem Umstand, die Heiden zu beschwichtigen und ihnen dabei zu erlauben, die heidnischen Praktiken im Namen des Christentums fortzuführen. Als Ergebnis davon brachten die Heiden unzählige unbiblische Praktiken und menschliche Lehren in die Kirche, welche erstklassig Gottes Wort verwässerten und fortan Korruption und Abfall in der Kirche vorherrschten. Die [christliche] Theologie wurde in der Folge in die Regierungs-Strategie Konstantins einbezogen und systematisch den sich verändernden Begebenheiten angepasst.

Trotz dieser Entwicklung hat sich ADONAI einen gläubigen Überrest von echten gläubigen Nachfolgern durch die ganze Kirchengeschichte hindurch bewahrt. Aber sie waren immer in der Minderheit und wurden immer verfolgt.

Daher, am Ende des 5. Jahrhunderts, waren folgende unbiblische Praktiken und „Menschengebote“ tief in der weströmischen Kirche verwurzelt.

  • Gebet für Tote

  • Glaube an das Fegefeuer

  • Busse (als ein Mittel, den Büsser zu unterdrücken bzw. Macht über ihn auszuüben)

  • Die Sicht, dass „das Abendmahl“ ein Opfer ist, das von den Priestern verwaltet wird

  • Die Aufteilung der Kirche in den Klerus und die Laien

  • Märtyrerverehrung

  • Reliquienverehrung

  • Seelenheil durch Werke

  • Mönchstum

  • Askese

  • Weltlichkeit

  • Glaube an die magischen Kräfte der Reliquien

Die meisten von uns können die offensichtliche Gefahr erkennen, welche von den oben aufgelisteten „Menschengeboten“ ausgeht. Was die meisten von uns aber nicht richtig realisieren ist, dass das Verdrängen bzw. Missachten der hebräischen Wurzeln des Glaubens genauso gefährlich ist. Mit ziemlicher Sicherheit kann gesagt werden, dass die nichtjüdischen Gläubigen die oben erwähnten Menschengebote nicht befolgt hätten, wenn sie bei ihren hebräischen Wurzeln geblieben wären.

Zu Beginn des 15. Jahrhunderts können wir die folgenden Punkte dazuzählen zu der Liste der unbiblischen Praktiken und Menschengebote, eingeführt von denjenigen, welche sich selber „Messias-Nachfolger“ nennen.

  • Marienverehrung

  • Bezahlen von Ablass

  • Kriege führen mit „christlichen“ Armeen

  • Politische Korruption

  • Inquisition

  • Wort Gottes vom gewöhnlichen Mann (Laienprediger) weggenommen

  • Gier, Vergötterung, heidnische Feste und Praktiken

  • Verfolgung der Juden als Heiden und Häretiker

  • Die spanische Inquisition

Während der spanischen Inquisition (1480) errichten König Ferdinand und Königin Isabella von Spanien ein Tribunal, welches die Kirche von allen säubern soll, die heimlich an ihrem Jüdischsein festhalten. Eine grosse Verhaftungswelle rollte über das ganze Land. 1481 wurden die ersten Opfer auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Während den nachfolgenden Jahrhunderten wurden schätzungsweise 30’000 Juden den Flammen übergeben.

„Ich will mein Gesetz geben in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. (Hebräer 8. 10)

Warum hat die Kirche all die Segnungen und den neuen Bund nur für sich alleine beansprucht, diesen aber durch ständige Übertretungen gebrochen und so das heilige Wort Gottes ins Lächerliche gezogen? Als wäre dies nicht schon genug des Unrechts, hat die von der Kirche eingeführte Doktrin verlangt, dass die Juden nur noch die Flüche trifft, welche im Gesetz beschrieben sind, denn sie hätten die alleinige Schuld am Tod von Jesus und seien somit all ihrer Verheissungen beraubt.

Diese offizielle Lehre der Kirche brachte über Jahrhunderte - ja man muss sagen, bis heute -unsägliches Leid über die Kinder Israels. Wann endlich kehrt die Kirche um und tut ihre ersten Werke?

„So denke daran, wovon du abgefallen bist, und tue Busse und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich über dich kommen und deinen Leuchter wegstossen von seiner Städte – wenn du nicht Busse tust.“ (Offb. 2. 5)

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Die komplette Schrift kann in gedruckter Form beim Autoren bezogen werden kontakt@projekt-j.ch. Adresse siehe Seite 5 11 Impressum. Der Unkostenbeitrag beträgt CHF 3.-

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Stand dieser Seite:  6. Juni 2005

   
 

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