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Hilfe für Terroropfer und für die Armen

 
 

 

 

 

 

 Hilfe für Terroropfer und für die Armen

Während ich an einem Samstagabend nach Schabbat zur Kotel (Tempel-Gebetsmauer) fuhr, hörte ich die Nachrichten im Radio. Ein älteres Ehepaar hatte Selbstmord begangen. Beide waren unheilbar krank und wollten ihren Kindern nicht länger zur Last fallen. So falsch ihre letzte Entscheidung auch war, finanzielle Erwägungen hatten ihren Einfluss darauf. 

Die Zeitung berichtete kürzlich über ein weiteres, schwer krankes, älteres Ehepaar. Aufgrund ihrer geringen Rente mussten sie sich zwischen Nahrungsmitteln und Medizin entscheiden. Sie wählten die Medizin und verzichteten dafür auf eine angemessene Diät. 

Ein Freund, der bei der Koordinierung unserer Hilfsaktionen mitarbeitet, erzählte mir, dass er ein Mitglied unserer Synagoge sah, wie dieser Abfall nach etwas Essbarem durchsuchte.

Es gibt heute in Israel viele ähnlich verzweifelte Fälle. Man überlegt: Hätte durch finanzielle Hilfe der Selbstmord verhindert werden können? Oder, warum sollte jemand zwischen zwei Notwendigkeiten wählen müssen: Medizin oder Nahrungsmittel? Oder andere Szenarien: Hätte sich eine Schwangere dazu entschieden, ihr Kind doch zur Welt zu bringen, wenn ihre wirtschaftliche Notlage nicht so groß gewesen wäre? 

Es wird immer Arme geben, das ist eine Realität. Aber es entbindet uns nicht von der Verantwortung, das Leiden zu lindern. Einigen konnten wir eine Lebenserleichterung bringen und mit Gottes Hilfe werden wir damit fortfahren.

Mit Eurer Beteiligung war es uns möglich, die Witwe Limor H. mit einer weiteren Notfallhilfe von NIS 26.500 (US $ 5.890/€ 4.910) zu unterstützen. Es wird weder ihren Ehemann ersetzen, der von palästinensischen Terroristen getötet wurde, noch ihre Wunden heilen lassen, aber es wird die finanziellen Lasten etwas vermindern, die sie und ihre Familie jetzt tragen (wir berichteten über ihre Geschichte in unserer letzten HASCHIWAH-Ausgabe.)

Unter den Terroropfern, denen wir kürzlich halfen, waren auch zwei Jugendliche, Bruder und Schwester, die nach einer Busexplosion in Jerusalem im vergangenen Januar zu Waisen wurden. Eine Tante und ein Onkel, die selber drei Kinder haben, nahmen die beiden Waisen auf. Sie leben in einer kleinen Wohnung und haben begrenzte finanzielle Mittel. 

Ein weiteres Terroropfer, dem wir halfen, war ein 13-jähriges Mädchen. Sie saß im Februar in dem Bus in Jerusalem, in Armeslänge neben einem Terroristen, der sich in die Luft sprengte. Einige Ärzte-Teams operierten sie 18 Stunden lang. Ihr Schädel war durch Sprengstücke gebrochen. Sie hatte auch innere Verletzungen. Zwei Wochen lang musste sie künstlich beatmet werden. Heute erholt sie sich von den Verletzungen und Operationen. Im Krankenhaus weichen Ihre Eltern nicht von ihrer Seite. Inzwischen kümmert sich ihre 15-jährige Schwester um die vier jüngeren Geschwister. Die finanzielle Lage der Familie ist sehr ernst. 

Nicht alle, die wir unterstützen, sind Terroropfer: Ein Ehepaar mit 11 Kindern lebt in einer kleinen 4-Raum-Wohnung in Gilo, einem Stadtteil Jerusalems. Der Vater arbeitet, verdient aber sehr wenig. Sie haben nur drei zerbrochene Betten, die sie gebraucht geschenkt bekamen. Die meisten schlafen auf dünnen Schaumstoff-Matratzen auf dem Fußboden. Nachdem wir die Familie besucht hatten, bestellten wir neue Betten, auch einige Etagenbetten für die engen Zimmer.

Wir helfen Terroropfern, Immigranten, werdenden Müttern, Betagten und Mittellosen, indem wir ihnen Lebensmittel-Gutscheine geben, wesentliche Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte kaufen und Geldmittel für eine Suppenküche und für Lernprogramme bereitstellen. Seit unserem letzten Bericht in HASCHIWAH haben wir mit dem Betrag von NIS 166.150 (US $ 36.920/ € 30.770) helfen können.

Vielen Dank an unsere Leser. Gott segne Euch!

GAG___HA27-2GER,GivingGAG041904  042204 11:50   3587/4340/599

 

Redaktion:
Der Generaldirektor des Landesversicherungsinstituts veröffentlichte am 21. April neue amtliche Zahlen, die zeigten, dass in Israel im letzten Jahr 600’000 Kinder, 30% aller Kinder Israels, unter der Armutsgrenze lebten. Im Jahr 2002 lag die Zahl noch bei 560’000 (28%). Du kannst uns helfen, das Leiden der Kinder zu lindern, die jeden Abend hungrig zu Bett gehen.

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Stand dieser Seite:  31. August 2005

   
 

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