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Politische Gottesdienste in Zürich

 
 

 

 

 

 

Politische Gottesdienste in Zürich: Israel-Hetze?

Dieser Artikel erschien auf 'Forum für Israel'    13. Dez 2004, 21:51

Mit freundlicher Genehmigung

An jedem zweiten Freitag im Monat findet in Zürich seit einiger Zeit ein so genannter "Politischer Gottesdienst" (von Peace Watch) statt. Am letzten Freitagabend, 10. Dezember 2004, dem Tag der Menschenrechte, luden die Organisatoren in die Liebfrauenkirche in Zürich ein zu einer Veranstaltung mit dem Titel "Menschen, die an verschiedenen Brennpunkten unserer Gesellschaft für das Leben einstehen brauchen Orte, um Kraft zu schöpfen. Sie sollen die Lebensfreude stärken und zu einem verbindlichen Leben ermutigen".

Ein Teilnehmer dieser Veranstaltung empört sich in einem Leserbrief über die Einseitigkeit des Referenten,  Pfr. Guyer, für den es offenbar weltweit nur einen nennenswerten brutalen Konflikt gibt, nämlich den Nahostkonflikt. Aus Guyers Sicht gibt es hier klare Täter- und Opferprofile! Die (boshaften) Täter sind eindeutig auf der israelischen Seite zu orten, und die Unschuldigen sind - aus seiner Optik - ganz klar die palästinensischen Opfer israelischer Willkür!
 

 

Liebe Leser,

Wir sollten mehr "WATCHES" einrichten! Ein Israel-Watch, ein Antisemitismus-Watch, ein Schweiz-Watch e.t.c.

Am Tag der Menschenrechte, dem 10. Dezember 2004, nahm ich an einem "politischen Gottesdienst" von Peace Watch Switzerland in einem Saal der Liebfrauenkirche, Weinbergstrasse 34 in Zürich, teil. Der Leitgedanke dieses jeden 2. Freitag im Monat stattfindende Gottesdienstes lautete: "Menschen, die an verschiedenen Brennpunkten unserer Gesellschaft für das Leben einstehen brauchen Orte, um Kraft zu schöpfen. Sie sollen die Lebensfreude stärken und zu einem verbindlichen Leben ermutigen".

Nicht nur ich, sondern viele weitere Teilnehmer waren sehr enttäuscht. Anstatt Kraft zu schöpfen und in unserer Lebensfreude gestärkt zu werden, wurden wir schwer enttäuscht. Wir hörten von Pfr. Hans Ruedi Guyer  und seinen Mitarbeiterinnen deprimierende Erzählungen über das Leben der palästinensischen Araber unter israelischer Besetzung. Er las uns Briefe vor, die angeblich von palästinensischen Studenten an israelische Soldaten geschrieben wurden. Es war eine raffinierte unterschwellige Hetze gegen Israel. Ich will hier nicht diskutieren, ob ein Teil der Erzählungen der Wahrheit entsprachen oder nicht.

Es war der Tag der Menschenrechte, und ich und - wie ich meine - die anderen Zuhörer hätten an diesem Anlass etwas anderes erwartet. Schliesslich gibt es nicht nur den Nah-Ost-Konflikt. Es gibt z.B. auch den Konflikt in Darfour. Die arabischen Hutumilizen brachten seit 10 Jahren täglich Tausende  christlicher Tutsis um. Es gibt einen Genozid - aber keiner geht hin! Die UNO hat sich eingeschaltet, aber das Morden geht weiter. Die Hutu haben grosse Waffenlager angelegt, aber niemand hob sie aus. Die dort stationierten UNO-Soldaten erhielten keinen Befehl von der UNO. Das erwähnt Herr Pfr. H. R. Guyer nicht. Ihm, dem christlichen Pfarrer, liegen die Palästinenser, die zu 98% Araber sind, mehr am Herzen. In der UNO gibt es 57 Staaten, die muslimisch sind. Aus historischen Gründen schliessen sich die meisten afrikanischen, südamerikanischen und asiatischen Drittweltländer dieser Gruppe an, womit automatisch eine Mehrheit entsteht, die jede Resolution für Israel oder gegen eine arabische Volksgruppe, wie die Hutus abschmettert.

Wo Pfr. Guyer  hinkommt, macht er nur Propaganda für die armen Palästinenser - und viele gutgläubige Christen glauben seinen Worten. Die Terroranschläge in Israel auf Marktplätzen, in Hotels, Kaffees und Linienbussen, in denen Zivilisten, Frauen und Kinder und alte Menschen sitzen - verstossen sie nicht gegen die Menschenrechte?

Und wo bleibt das "Leitbild", unter dessen Motto die Einladungen zu diesen "politischen Gottesdiensten" lauten? Die seit bald 2000 Jahren praktizierte Judenfeindschaft der Kirchen ist unserem Pfr. Guyer in Fleisch und Blut, aber auch in seine Seele eingegangen. Wenn man ihn in der Diskussion widerlegt und er keine Antwort weiss, läuft er weg. Von dem zweiten Vatikanischen Konzil hat er nichts gehört, er ist ja Protestant. Wen wundert es, wenn Pfarrer auf die Frage, warum die Kirche die Palästinenser unterstützt, zur Antwort geben: "Die Kirche unterstützt immer die Schwachen". Wo sind da die Schwachen? Die Palästinenser? Die von 1,3 Milliarden Arabern und Muslimen im Stich gelassen wurden, weil sie zum grossen Teil extremistische  Marxisten sind. Die muslimischen Diktaturen, die Angst haben, sie als Unruhestifter in ihr Land zu lassen? Sonst hätten sie doch bequem vor 1967 einen eigenen Staat gründen können, als die Westbank von Syrien, Jordanien und dem Iraq, ihren Brüdern, besetzt waren. Aber die wollten keinen palästinensischen Staat zulassen! Haben wir schon vergessen, dass Palästinenserführer Arafat zu dem Menschenverächter Sadam Hussein fuhr und ihm seine Unterstützung zusagte?

Und was ist mit dem jüdischen Volk? Seit 2000 Jahren wird es verfolgt. Die ganze Geschichte handelt nur von Verfolgungen. Gut, dazwischen gab es auch erfreuliches, wie z. B. die Makkabäer, die die Zeleukiden bezwangen und das Wunder des Lichts (Channukkah) entstand. Aber zuvor wurde ja der Tempel zerstört, das Volk unterjocht. Hat dieses Volk nicht auch ein Recht auf ein eigenes Land und einen eigenen Staat? Wo waren diese edlen Menschenrechtsbeobachter, als die Ukraine Teile von Polen besetzte und Polen dafür einen Teil Deutschlands erhielt? (Um nur ein Beispiel aufzuführen.)

Herbert Feuermann
 

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Stand dieser Seite:  6. Juni 2005

   
 

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