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Was Anekdoten beweisen

 
 

 

 

 

 

  Was Anekdoten beweisen               

Nissan Ratzlav-Katz, 1. Juni 2003

Original: Anecdotal Evidence

Manchmal enthüllt eine kleine Anekdote, eine kurze, auf so viele Arten wenig bemerkenswerte Nachricht, mehr Wahrheit als der furchtloseste Bericht des investigativen Journalismus. Wenn ein Bild mehr sagt als tausend Worte, dann sind die folgenden Bilder mindestens eine Dissertation über die wahre Natur des israelischen Krieges gegen den Terrorismus wert.

Ahmed Abu Sukkar, jüngst (am 3. Juni) aus einem israelischen Gefängnis als „Goodwill-Geste“ entlassen, damit die „Road Map“ gestartet werden kann, gab eine sehr aufschlussreiche Erklärung ab. Als einfacher Fußkrieger im arabischen Terrorkrieg gegen die Juden war er weder weise noch sprachgewandt genug zu vermeiden, der authentischen arabischen Haltung zum Terrorismus Ausdruck zu verleihen. „Wir sind keine Mörder. Wir sind keine Kriminellen. Wir sind Menschen, die Frieden und Freiheit wollen“, sagte er während einer Feier bei PLO-Führer Yassir Arafat in Ramallah. Abu Sukkar erklärte später zuversichtlich gegenüber der versammelten Presse und in Englisch: „Sie sagten, wir seien Terroristen, aber wir haben nie jemanden außerhalb von Palästina getötet.“

PLO-Mitglied Abu Sukkar hat vielleicht „nie jemanden außerhalb von Palästina getötet“, aber er tötete viele Menschen in Jerusalem. Am Freitag, dem 4. Juli 1975 ließ Abu Sukkar einen mit Sprengstoff gefüllten Kühlschrank auf dem Zion-Platz in der Hauptstadt Israels explodieren, wodurch 13 Menschen umgebracht und mehr als 70 verletzt wurden. Unter den Toten waren zwei Kinder und unter den Verwundeten zwei Amerikaner. Die PLO unter der Führung von Yassir Arafat übernahm die Verantwortung. Der Terrorist, der die „Kühlschrank-Bombe“ zündete, wurde letzte Woche in Kalandiya, südlich von Ramallah, von jubelnden Massen begrüßt. „Abu Sukkar, der Kostbare! Abu Sukkar, der Held!“, skandierten sie.

Abu Sukkars Offenheit enthüllt – wieder einmal – genau das, was die Fatah-Führer Abu Mazen und Yassir Arafat meinen, wenn sie sagen, dass sie gegen Terrorismus sind. Die PLO und, in Erweiterung dieser, die Palästinensische Autonomie sind natürlich gegen Terrorismus – in Oklahoma City. Menschen in Israel zu töten ist allerdings überhaupt kein Terrorismus.

Der „Kühlschrank-Anschlag“ fand in einem Israel statt, das noch nicht von den Oslo-Fantasien geblendet war. In einer Ansprache an die Knesset erklärte der damalige Premierminister Yitzak Rabin: „Der Mord dient uns als Warnung, damit wir uns nicht in Illusionen über die Absichten der Terror-Organisationen verstricken... Wir müssen strikt der Politik folgen, nicht mit ihnen zu verhandeln. Wir müssen zu ihnen in der einzigen Sprache reden, die sie verstehen, der Sprache des Schwertes.“ Ein anderes Knesset-Mitglied der Arbeitspartei, Aharon Yariv, kommentierte: „Es ist nötig, die Gefahr deutlich zu machen, die in der Schaffung eines palästinensischen Staates liegt...“

Wenn die Pressekonferenz von Abu Sukkar Licht auf arabisches Verhalten wirft, dann wirft ein anderer Vorfall der jüngsten Vergangenheit Licht auf israelisches Verhalten.

Am 1. Juni 2003 wurde eine Einwohnerin des von der PA kontrollierten Jericho von der Grenzpolizei verhaftet, nachdem sie die Umgebung des Jerusalemer Tempelbergs mit einer großen Tasche betrat und schrie: „Allahu akbar!“ (Allah ist groß) und: „Ich werde mich in die Luft sprengen!“ Polizisten nahmen die Frau fest, ohne dass ihr etwas zustieß. Wie sich heraus stellte, trug sie keine Bombe bei sich; sie sagte aber, sie hoffte erschossen zu werden, um dem Missbrauch durch ihr Elternhaus zu entkommen. Die Möchtegern-Selbstmörderin muss reichlich enttäuscht gewesen sein, als sie entdeckte, dass all die Geschichten über die schießwütigen Juden falsch waren, die ihr von den Medien der Autonomie eingetrichtert worden sind. Die arme Frau machte alles, was ihr möglich war: sie trug eine verdächtige Tasche bei sich, sie schrie das muslimische Äquivalent für „Bomben los“ und, nur um sicher zu gehen, dass die israelischen Wehrpflichtigen sie verstanden, machte sie ihre Absicht sie zu töten klar. Und all das nutzte nichts.

Das sind dieselben Israelis, die hinter dem „Massaker“ von Jenin stecken?

Amerikanische Soldaten im Irak schossen bei Najaf auf sieben unbewaffnete Zivilisten und töteten sie, als das Fahrzeug, mit dem sie fuhren, an einer militärischen Straßensperre nicht anhielt. Würden diese Soldaten gewartet haben, um herauszufinden, ob die Frau am Tempelberg eine Selbstmordattentäterin war oder einfach nur Selbstmord gefährdet?

Ein ähnlich aufschlussreicher Vorfall ereignete sich Ende März 2002, als Nachum Barnea, Kolumnist der bedeutenden israelischen Tageszeitung Yediot Aharonot, nach Ramallah fuhr, um Hussein a-Scheikh zu interviewen, den Regionalkommandeur von Yassir Arafats Fatah-Organisation. A-Scheikh war zusammen mit dem inhaftierten Marwan Barghouti für eine Reihe von Terrorangriffen in Jerusalem verantwortlich. In dem Interview mit Barnea sagte A-Scheik, dass er nicht da war, als israelische Truppen auf der Suche nach ihm sein Haus in Ramallah stürmten. Er war zu dieser Zeit mit Bewaffneten der Fatah unterwegs, aber er rief sofort seine Familie an.

„Habt keine Angst“, sagte der Fatah-Führer seinen verängstigten Kindern, „die Soldaten werden euch nichts tun.“

Das muss seinen armen Nachwuchs mächtig verwirrt haben, so, wie er durch Arafats Fernsehen und Radio auf „Märtyrertum“ durch die „Kinder mordende israelische Armee“ gepolt waren. In einem Satz, mit seinen eigenen Worten, gab Hussein A-Scheikh das zu, was alle arabischen Propagandisten als Wahrheit kennen: Die israelische Armee hält einen moralischen Standard durch, der weitaus höher ist als der ihrer arabischen Feinde. PLO-Führer wie A-Scheik haben es gewollt auf Schulen abgesehen, auf Kinder, die draußen spielen, Jugendliche auf Geburtstagsfeiern und Babys in ihren Kinderwagen. Als dann die Nachrichten über solche Anschläge die arabischen Städte in Judäa, Samaria und Gaza erreichten, füllten sich die Straßen mit Menschen, die die Massaker feierten. Und trotzdem kann ein Terrorführer im Fall von israelischen Soldaten seinen Kindern zuversichtlich sagen: „Habt keine Angst, die Soldaten werden euch nichts tun.“

Ein ähnlich stilles Anerkenntnis der hohen moralischen Standards der israelischen Armee wird jedes Mal abgegeben, wenn Freiwillige aus dem Westen sich als „menschliche Schutzschilde“ für arabischen Terroristen oder Eigentum in Judäa, Samaria und Gaza anbieten. Ein Schild ist nur brauchbar, wenn er den schützen kann, der ihn benutzt. Durch ihre Handlungen demonstrieren die westlichen „Schilde“ ihre Überzeugung, dass Juden zögern werden, Nicht-Kombattanten in Gefahr zu bringen, selbst bei Antiterror-Operationen. Sie wissen sehr gut, welche Seite des arabisch-israelischen Konflikts sich um Menschenleben sorgt und welche nicht. Das ist der Grund, dass sie nicht in Betracht ziehen würden, als menschliche Schutzschilde gegen das Gewehrfeuer auf Gilo, in Jerusalem oder in israelischen Cafés oder in israelischen Bussen zu dienen. Sie wissen sehr gut, dass ihre arabischen Alliierten sich in keiner Weise um unschuldige Nicht-Kombattanten kümmern, sondern in Wirklichkeit gerade solche Unschuldige zur Vernichtung aussuchen.

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Nissan Ratzlav-Katz ist kommentierender Redakteur bei Israel National News.com und schreibt regelmäßig für National Review Online. Seine Kommentare sind international veröffentlicht und in mehrere Sprachen übersetzt worden. Er kann über seine Homepage www.nrk-online.com erreicht werden.

Übersetzung aus dem Englischen: H. Eiteneier

 


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Stand dieser Seite:  16. August 2005

   
 

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