Fliegende Früchte

Glanzleistungen unserer Medien. Heute:
Schaffhauser Nachrichten & KEY

Was man doch nicht alles zustande bekommt, wenn man nur will. Und am Willen mangelt es vielen Zeitgenossen nun wirklich nicht. Gigantische Maschinerien sind in Gang gesetzt worden, um die Leser mit 'Stuff' zu versorgen. Dass nicht immer alles stimmt an dem Stoff, weiss man längst - nicht erst seit jener Fotografie, die einen verletzten Menschen - es soll ja ein Palästinenser sein - auf dem Tempelberg in Jerusalem zeigt, im Hintergrund eine Tankstelle...

Zeitungen sind aus Papier - ein relativ weicher Stoff, der sich meist gut verarbeiten lässt. Aber es gibt innerhalb der Druckerpressen noch einen weiteren Stoff, der wesentlich härter zu verarbeiten ist:

Der Stoff, aus dem Judenhass wächst, wachsen soll. Hier und heute, vor unser aller Augen. Und alle schauen hin. Und alle schweigen. Wie damals.

Bloss nicht projekt-j.ch.

Oder woran denken Sie, wenn Sie folgendes Bild (Ausschnitt) betrachten?

Antwort: Ich denke an ....................  ....................  ....................  ....................

Richtig - das dachten die meisten Leser der Schaffhauser Nachrichten vom Dienstag 25. Mai 2004 auch. Aber ihr Weltbild bekam rasch einen herben Dämpfer, denn dieses Bild sagt nichts anderes aus als: DIE JUDEN SIND SCHULD!

Unter dem Bild steht als Unterschrift:

"Eine Palästinenserin im Tel-Sultan-Quartier von Rafah beklagt die Zerstörung ihres Hauses."

Aber vielleicht schauen wir uns mal das ganze Bild an:

 Klick für grosses Bild

Was sehen Sie jetzt?

Richtig, die meisten Leser - so auch wir - sehen genau dasselbe.

Doch betrachten wir zur Sicherheit eine Ausschnittvergrösserung:

  Klick für grosses Bild

Schwer zu sagen, ob das Tomaten, Orangen oder Kiwis sein könnten. Man sieht es einfach nicht so genau. Ich fragte deshalb bei verschiedenen Personen und Organisationen in Israel, Deutschland und der Schweiz nach: Keiner konnte mir sagen, was da los ist auf dem Bild, ob es sich um ein palästinensisches Trauerritual handelt oder nicht.

Aber es ist ja gar nicht wichtig, was wir sehen oder zu sehen glauben, denn die Urheber der Bildunterschrift sowie des dazugehörigen Textblocks trimmen uns darauf (= Indoktrinierung), was wir wahrzunehmen haben.

Bevor ich nun jemanden einer möglicherweise unlauteren Tat verdächtige, gelangte ich an die zuständige Redaktion. Ich wollte gerne wissen, ob das Werfen bzw. Auffangen von Früchten (?) zum palästinensischen Trauerritus gehört. Meine Anfrage formulierte ich schriftlich und warf den Brief zusammen mit einer Kopie des Zeitungsausschnitts in den Briefkasten beim Haupteingang an der Vordergasse.

Das war am 10. Juni 2004.

Es ist mir klar, dass das Hauptgeschäft einer jeden Redaktion darin besteht, Informationen zu verbreiten. Der umgekehrte Weg - Informationen zu erhalten - benötigt meistens mehr Zeit, besonders dann, wenn sie nicht auf den eingespielten Wegen via Presseagenturen hereinkommen.

Zeit also, zu warten.

Am 8. September 2004 beschloss ich, dass ich nun genug gewartet hätte und formulierte erneut eine briefliche Anfrage, bezugnehmend auf die erste Anfrage. Diesmal übergab ich sie der Post: Die würden schon wissen, wo der richtige Briefkasten steht...

Heute, am 26. November 2004 (bzw. 15. April 2005) warte ich noch immer auf ein Lebenszeichen von der Redaktion und mir treuherzigem Leser dämmert es, dass ich wohl einen peinlichen Punkt angerührt haben muss.

Wir leben in einer Welt, in der Lügen und Propaganda einen bedeutenden Raum einnehmen:

- "Heizen mit Öl - entschieden richtig" - auch wenn es mit der Umwelt bergab geht.
- "In Tschernobyl ist nichts passiert - alle geheilt bis auf zwei!" - grosse Inseratekampagne vor einer eidgenössischen Abstimmung.
- "Milch gibt starke Knochen" - auch wenn das Gegenteil - nämlich Osteoporose - der Fall ist. Ganz zu schweigen von Erkrankungen wie Asthma, Heuschnupfen, Neurodermitis u.v.a.m.

Was soll's also:

Diese fliegenden Früchte, die einen guten Schnappschuss abgeben und dummerweise vor dem Druck nicht wegretuschiert worden sind, sind einfach eine Lüge mehr in dieser schönen Welt.

Eine Lüge mehr, die sich in den Köpfen der Menschheit festsetzt.

Was soll's: Betrifft ja nur Juden.

___
Leonhard Fritze, CH 8228 Beggingen

 

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Stand dieser Seite:  6. Juni 2005

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